Kaufsignale aus Aufwärtstrends - eine Analyse (21. Dezember 2009)

Laut einer neuen Studie von Investtech.com haben Kaufsignale aus steigenden Trends einen satten Mehrertrag eingebracht.

Trends gehören zu den wesentlichsten Aspekten der technischen Analyse. Sie sind anschaulich und intuitiv, und sie zeigen an, in welche Richtung sich eine Aktie bewegt. Ein Aufwärtstrend weist dabei auf einen anhaltenden und zunehmenden Optimismus der Anleger hin, häufig infolge eines positiven Nachrichtenflusses rund um die betreffende Aktie.

Viele Anleger erkennen Trends, indem sie Charts analysieren und Trendlinien von Hand einzeichnen. Diese Methode hat viele Schwächen, insbesondere weil sie subjektiv ist, da man dazu tendiert, nur die Trends zu sehen, die man sehen möchte und die vielleicht den eigenen unterbewussten Präferenzen entsprechen. Darüber hinaus ist sie sehr zeitaufwendig. Investtech hat deshalb automatische Algorithmen zur Identifizierung von Trends entwickelt. Diese finden täglich den „besten“ Trend im Chart, wobei unter anderem die Dichte des Trends und die Anzahl Punkte nahe am unteren und oberen Ende als Kriterien angelegt werden. Bei einem Investtech-Chart auf mittlere Sicht mit historischen Daten der letzten 18 Monate werden so täglich rund 80.000 verschiedene Trendalternativen ausgewertet. Diese werden jeweils einem "Score" zugeordnet, und derjenige mit dem höchsten Score wird schließlich ausgewählt.

Asbjørn Taugbøl und Geir Linløkken von Investtech.com haben in einer umfassenden Studie die Aktien an der Osloer Börse im Zeitraum von 1996 bis 2009 ausgewertet. Für jede Aktie wurde festgehalten, an welchen Tagen sie in einen Aufwärtstrend eingetreten ist, und dies wurde als Kaufsignal definiert. Insgesamt wurden so 3747 Kaufsignale identifiziert. Anschließend wurde die Kursentwicklung in der Zeit nach dem Kaufsignal analysiert und mit dem Referenzindex (OSEBX) verglichen. Entsprechend wurde auch untersucht, was geschehen ist, wenn die Aktie in einen Abwärtstrend eintrat, der als Verkaufssignal definiert war. Insgesamt wurden so 2792 Verkaufssignale identifiziert. Die Trends werden dabei automatisch identifiziert, wobei als Voraussetzung für einen Aufwärtstrend eine Steigerung um mehr als 10 Grad gilt.

- Die Ergebnisse sind eindeutig und höchst interessant. Aktien mit einem Kaufsignal aus einem Aufwärtstrend haben im Lauf der Zeit beständig gute Ergebnisse mit einem erheblichen Mehrertrag gegenüber dem Referenzindex ergeben, erklärt Taugbøl.

Der Bericht von Investtech.com zeigt, dass Aktien nach einem Kaufsignal eine durchschnittliche Rendite nach einem Monat von 2,7 % und nach 12 Monaten von 20,0 % aufwiesen. Der Börsenschnitt liegt hier bei 1,0 % bzw. 12,3 %. Dies ergibt einen Mehrertrag von 1,7 bzw. 7,7 Prozentpunkten nach einem Monat bzw. nach 12 Monaten. Verkaufssignale, d.h. Aktien, die in einen Abwärtstrend eintreten, verlieren im ersten Monat im Schnitt um 1,1 % an Wert. Nach einem Jahr sind Aktien in Abwärtstrends im Schnitt um 5,2 % gestiegen, d.h. um 7,2 Prozentpunkte weniger als der Referenzindex.


Abb. 1. Die Abbildung veranschaulicht die Kursentwicklung fünf Tage vor dem Signal und ein Jahr nach dem Signal für norwegische Aktien im Zeitraum 1996-2009. Die blaue Kurve steht für Kaufsignale, die rote Kurve für Verkaufssignale. Die schwarze Linie stellt die durchschnittliche Kursentwicklung für den Referenzindex im selben Zeitraum dar.

Taugbøl betont, dass die untersuchten Daten, die sich über einen Zeitraum von knapp 14 Jahren erstrecken und sowohl positive als auch negative Börsenjahre umfassen, repräsentativ für eine durchschnittliche Börsenperiode sind.

Im Bericht wurden auch entsprechende Analysen für schwedische Aktien durchgeführt, und auch hier ergaben die Kaufsignale einen signifikanten Mehrertrag sowie die Verkaufssignale einen Minderertrag.

Die meisten gut funktionierenden Aktienmärkte werden von denselben Mechanismen beeinflusst wie die norwegischen und die schwedischen. Insbesondere geht man davon aus, dass psychologische Faktoren wie Gier und Angst weltweit für alle Anleger gleichermaßen gelten. Es gibt daher keinen Grund zur Annahme, dass die wesentlichen Schlussfolgerungen dieser Studie für andere Märkte nicht gültig seien, so Taugbøl.

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Investtech ei takaa analyysien tarkkuutta tai kattavuutta. Kaikkien analyysien tuottamien neuvojen ja signaalien käyttäminen on täysin käyttäjän vastuulla. Investtech ei vastaa mistään tappioista, jotka saattavat syntyä Investtechin analyysien käytön seurauksena. Mahdollisten eturistiriitojen yksityiskohdat mainitaan aina sijoitusneuvon yhteydessä. Lisätietoja Investtechin analyyseistä löytyy täältä disclaimer.


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